Als erneuerbare Energie ist die Windenergie hoch im Trend. Gilt sie doch mit Wasser und Sonnenstrahlen zu den nicht endenden Ressourcen und kann somit nicht knapp werden. Windkraftanlagen sind eine gute Alternative zu fossilen Energieträgern, da die Stromproduktion Co2-neutral erfolgt. Der grüne Gedanken wirft aber auch hier seine Schatten in Form von Nachteilen, die man durchaus berücksichtigen sollte. Die Anlagen sehen zwar aus, als stünde ein schmaler Turm in der Landschaft, damit dieser aber stehen kann, sind einige Vorbereitungen zu treffen. So gut wie jedes Gelände muss geebnet werden und jeder Turm braucht ein massives Fundament, das ihm den nötigen Halt verleiht. Der Aufbau der Anlage ist auch stark von der Witterung abhöngig. Bei einer Gesamthöhe von bis zu 200 Metern wird es schwierig, Maschinengehäuse und Rotorblätter zu montieren. Jeder Luftzug versetzt die Teile bereits in Bewegung, da sie mittels Kran hochgehievt werden.

Vorteile:

– Ein großer Vorteil ist mit Sicherheit, dass keine fossilen Brennstoffe verwendet werden. Wind
ist ein nicht endbarer Rohstoff.

– Wind braucht keine Lagerkapazitäten und stößt kein Co2 aus, da ja nichts verbrannt wird.
Lediglich bei der Aufstellung wird Co2 freigesetzt.

– Den richtigen Standort ausgewählt ist Wind so gut wie immer vorhanden und das kostenlos.

– Ein guter Standort hat auch einen Vorteil für die betreibende Gemeinde, da die überschüssige
Energie ins Stromnetz eingespeist wird und Einnahmen erwirtschaftet.

– Als Wirtschaftsfaktor werden nicht nur in der Produktion sondern unter anderem auch in der
Wartung und Forschung Arbeitsplätze gebunden. Im juristischen und biologischen Bereich werden
in diesem Bereich auch Arbeitskräfte benötigt. Das wirkt sich wieder positiv auf die Wirtschaft
aus.

– Der Kraftwerkseigenbedarf ist im Vergleich zur produzierten Menge sehr gering. Er beläuft
sich zwischen 0,35 % und 0,5 %.

Was wäre ein Vorteil, wenn es nicht auch negative Eigenschaften des elben gäbe. Nachstehende Auflistung soll darüber einen kleinen Überblick verschaffen.

Nachteile:

– Der Wind ist sein eigener größter Feind, was die Zuverlässigkeit betrifft. Den Strom kann nur
dann produziert werden, wenn der Wind auch vorhanden ist. Mit diesem Faktor kann eine
Produktion nie genau kalkuliert werden. Deshalb braucht es zwangsweise eine zweite
Energiequelle, die verlässlich Strom produziert.

– Wind hat zwar den Vorteil, dass er keine Lagerkapazitäten braucht, das heißt aber auch, dass ich
ihn nicht speichern kann und nur dann verwenden muss, wenn er auch vorhanden ist.

– Standort ist immer ein wichtiges Thema, was aber hier den Aufbau einer Windkraftanlage
erschwert. Im Wasser, den sogenannten Offshoreanlagen, oder auf Bergen erschwert das Gelände
die Montage.

– Mit dem richtigen Standort wird die Aufstellung der Anlage sehr kostenintensiv. Um eine
finanzielle Deckung zu ermöglichen, kann oft nur mit fixierten Einspeisetarifen gearbeitet
werden.

– Was aus fachlichen Kreisen auch immer wieder bekrittelt wird ist, dass in den Rotorblättern
verstärkt Vögel und Fledermäuse verenden. Zwar sterben im Verhältnis mehr Vögel durch
Glasscheiben als durch Rotorblätter, dieser Punkt bleibt aber immer gerne in der Aufmerksamkeit.

– Brandschutz: Im seltenen Falle, dass sich ein Maschinengehäuse aus technischen Mängeln
überhitzt und Feuer fängt, ist eine Brandbekämpfung leider unmöglich, somit ist die Anlage
zwangsweise ein Totalschaden.

– In der Nähe von Wohnanlagen stoßen Windkraftanlagen auf sehr wenig Gegenliebe, da trotz
moderner Technologie ein gewisser Geräuschpegel vorhanden ist und die Anlage einen nicht
gerade kleinen Schatten wirft.

– Für einen leistungsstarken Magnetgenerator braucht es seltene Erden, deren Abbau nicht ganz
unumstritten ist. In den Ländern, in denen diese abgebaut werden ist der Naturschutz und die
Arbeitsbedingungen sowie der Verdienst weit unter unserem Niveau.

– Wie jedes Kraftwerk hat auch eine Windkraftanlage irgendwann ihr Leistungsende erreicht. Viele
der verwendeten Materialien sind zwar recycelbar, für die Faserverbundstoffe gibt es aber bei
weitem nicht genug Recyclingkapazitäten.