Trittschalldämmung: Geeignete Materialien, Kosten und Tipps zum Verlegen

Trittschall entsteht durch das Gehen oder durch Vibrationen auf verschiedenen Fußböden. Durch das Auftreten oder durch zum Beispiel das Vibrieren einer Waschmaschine auf dem Fußboden kommt es zu einer Schallbildung, die durch die Wände noch verstärkt wird und somit häufig nicht nur im eigenen Haus, sondern auch von den Nachbarn gehört werden kann. Doch diesem unerwünschten Lärm kann vorgebeugt werden, indem man eine Trittschalldämmung verwendet. Hierbei handelt es sich um verschiedene Materialien, die unter den Fußboden gelegt werden und somit die Schallbildung verhindern. Wenn Sie einen Neubau planen, ist eine Schalldämmung verpflichtend, bei älteren Wohnung ist dies nicht der Fall. Jedoch ist es sinnvoll, eine solche Schalldämmung einzuführen, um sowohl den Lärm für einen selbst, als auch für die Nachbarn zu minimieren, um sowohl Probleme als auch unerwünschten Lärm zu vermeiden.

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Materialien, die für die Schalldämmung verwendet werden. Hierbei handelt es sich um Kunststoff, Kork, Holzfaser und PE-Schaum. Alle diese Materialien sorgen dafür, dass der Schall minimiert wird, doch verschiedene Materialien sind für verschiedene Bodengegebenheiten besser geeignet.
Die erste Art der Schalldämmung ist Kunststoff. Hierbei handelt es sich um Kunststoffrollen, welche nur auf den Boden gerollt werden müssen. Diese Kunststoffrollen sind sehr effektiv, sie können jedoch nicht in Räumen verwendet werden, in denen eine Fußbodenheizung ist, da sie sonst beschädigt werden. Der verwendete Kunststoff lautet Polystyrol. Solche Platten kosten meist 10 Euro pro Quadratmeter und sind eines der teureren Schalldämmmaterialien.
Die zweite Art der Dämmung ist Kork. Kork ist ein aus bestimmter Rinde gewonnenes Material. Dieses Material wird anschließend entweder zu Platten oder auch zu einer Rolle verarbeitet. Durch die in Kork enthaltenen Lufträume kommt es zu einer idealen Schalldämmung. Doch Kork hat noch einen anderen Vorteil. Kork ist ein sehr guter Wärmedämmer und sorgt für eine zusätzliche Isolierung im Fußboden. Deshalb sollte Kork auch nicht im Zusammenhang mit einer Fußbodenheizung verwendet werden, da die Isolierung und Wärmedämmung in diesem Fall eher hinderlich wäre. Schalldämmung aus Kork fängt bei einem Preis von 2,50 Euro pro Quadratmeter an.
Die nächste Art der Dämmung ist Holzfaser. Hierbei handelt es sich um Platten, die aus Restholz bestehen. Das Restholz wird zuerst in kleine Holzfasern gerieben und anschließend zu Platten zusammengeleimt. Der Leim, der hierbei verwendet wird, ist natürlich Harz, somit ist das komplette Produkt natürlich. Neben dem Schallschutz haben die Platten aus Holzfaser noch einen weiteren wichtigen Vorteil. Sie sind wärmespeichernd und feuchtigkeitsregulierend. Dies führt dazu, dass man sie auch bei einer Fußbodenheizung einbauen kann. Preislich ist Holzfaser genauso wie Kork.
Die letzte Art ist der PE-Schaum. Der PE-Schaum ist zwar auch Schalldämmend, doch ist er nicht ganz so gut wie die anderen Arten, deshalb wird er meistens in einer Kombination verwendet. Sie gilt eher als Dampfbremse oder als Feuchtigkeitshemmer.

Nun ist es jedoch wichtig zu wissen, bei welchem Fußboden welches Schalldämmmaterial verwendet werden sollte. Die drei bekanntesten Arten der Fußböden sind Parkett, Laminat und Vinyl. Grundsätzlich eignen sich alle oben genannten Materialien für alle Böden, doch gibt es ein paar, die besser geeignet sind. Für Parkett ist der PE-Schaum ab besten geeignet. Wenn das Parkett sehr dünn ist, reicht der PE-Schaum bereits alleine aus. Falls das Parkett etwas dicker ist, sollte man zusätzlich noch Polystyrol verwenden.
Bei Laminat, da der Trittschall sehr stark ist, muss ein starkes Dämmmaterial verwendet werden, hierbei eignet sich entweder Polystyrol oder auch Kork sehr gut. Die Schicht muss jedoch mindestens 5mm dick sein.
Ein Vinyl Boden ist am unproblematischsten von allen. Hierbei eignen sich eigentlich alle Schalldämmmaterialien, da bei Vinyl sehr wenig Schall entsteht. Falls Sie sich jedoch nicht sicher sind, welche Trittschalldämmung für Sie die Beste ist, können Sie sich von Fachmännern beraten lassen, die Ihnen die richtige Dämmung heraussuchen.