Die alten Fliesen auf dem Boden sind mittlerweile alt und abgewetzt. Ein schöner moderner Laminatboden wäre jetzt die optimale Lösung. Doch nun mühsam die alten Steinfliesen von Hand rausschlagen? Dies muss nicht sein. Ein Laminatboden lässt sich leicht selbst verlegen. Das Material ist dankbar und unkompliziert zum Verlegen, sodass mit etwas Geschick als Heimwerker der Boden in kurzer Zeit selbst verlegt werden kann. Schiefgehen kann eigentlich nichts, solange alle Materialien vorhanden sind und die Gebrauchsanweisung genau befolgt wird!

Den neuen Laminat auf die alten Fliesen verlegen

Jeder Fußboden hat eines Tages ausgedient oder gefällt nicht mehr. Fliesen sind von allen Bodenbelägen am schwierigsten zu entfernen. Sie halten zwar sehr lange, doch wenn sie entfernt werden müssen, dann wird es sehr mühsam. Der Aufwand ist sehr enorm und körperlich anstrengend. Viele Heimwerker scheuen diese aufwendige Arbeit. Dabei gibt es eine einfache und effektive Lösung. Der Laminatboden wird direkt auf die Fliesen verlegt und dies ganz unkompliziert. Der neue Boden kann schwimmend verlegt werden, d.h. er muss nicht verklebt oder verschraubt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der neue Laminat auf einen Untergrund ohne Risse verlegt wird. Dabei sollte nicht mehr als 2 Millimeter an Höhenunterschied zwischen dem Versatz und den Fliesen bestehen. Mit einer entsprechend langen Wasserwaage lässt sich dies leicht nachmessen. Eine Ausgleichsmasse kann helfen, den entsprechenden Abstand zu vermindern. Dies sollte auch unbedingt erfolgen, damit das Endergebnis schön wird.

Kaputte und zerbröselte Fliesen müssen jedoch vor der neuen Verlegung mit Laminat ausgetauscht werden. Ansonsten wäre der neue Belag nicht stabil genug und dies später auszugleichen macht es fast unmöglich. Es ist im Vorfeld noch darauf zu achten, dass mit einem Testpaneel der Abstand zwischen dem neuen Bodenbelag und der Türen übereinstimmt. Gegebenenfalls müssen dann entsprechend die Türen angepasst werden.

Wichtig für Laminat auf Fliesen: Dampfsperre und Trittschalldämmung werden für die Arbeiten benötigt. Für die Dampfsperre wird ausreichend PE-Folie mit einer Dicke von 0,2 Millimeter benötigt. Ebenso jeweils einen Bleistift, Laminateinpasser, Schlagholz, Hammer, Zugeisen, Maßband und ein Abstandhalter benötigt. Des Weiteren wird für die eventuell vorhandenen Heizungsrohre zum Aussägen ein Kreislochbohrer benötigt.

Als Laminatboden empfiehlt sich ein Klicklaminat. Dazu sollten noch die passenden Fußbodenleisten ausgesucht werden. Auf den Fliesen muss vorab eine Dampfsperre ausgelegt werden. Dies darf nicht vergessen werden und sollte unbedingt eingehalten werden. Damit ist gemeint, dass eine PE-Folie lose auf den Fliesen verlegt wird. Zu den Wänden ausgerichtet sollte die Folie ca. zehn Zentimeter überstehen. Bei einer bestehenden Fußbodenheizung ist darauf zu achten und beim Fachhändler zu erfragen, ob der zu verlegende Laminatboden geeignet ist.

Schritt für Schritt den Laminatboden verlegen

Als Zwischenlage folgt nun die Trittschalldämmung. Die Dämmung bewirkt, dass der Schall der Schritte entsprechend eingedämmt wird. Im nächsten Arbeitsschritt wird eine Dehnungsfuge von 1 bis ca. 1,5 Zentimetern von der Wand aus in Richtung Raum eingeplant. Diese wird dann mit Abstandshaltern oder kleinen Holzstückchen abgesteckt. Ohne Dehnungsfuge entstehen unter Umständen ungewollte breite Fugen.

Der zu verlegende Laminatboden muss sich mindestens 24 bis 48 Stunden vorher akklimatisieren. Er wird vor dem Verlegen in dem entsprechenden Zimmer offen aufbewahrt bzw. etwas ausgelegt. Die Verpackung wird aufgeschnitten, damit entsprechend Luft an das Laminat gelangt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Laminat zu verlegen. Die Verlegung quer zur Längsseite wirkt eleganter, doch es ist reine Geschmackssache. Das Laminat „Klicksystem“ lässt sich einfach ohne Druck von links nach rechts verlegen. Der Laminateinpasser hilft beim Verlegen und dem Zuschneiden.

Wichtig ist zu wissen, falls es zu einem Wasserschaden auf dem neuen Laminat ärgerlicherweise kommen würde, gäbe es mit der Versicherung Probleme. Die Versicherung würde für den entstandenen Schaden nur für die alten Fliesen bezahlen. Der unterste Bodenbelag zählt nach wie vor als Hauptbelag.