Dachdämmung und Pflicht: Das ist die Rechtslage
Bevor wir auf die Frage der Möglichkeiten der Dachdämmung näher eingehen, beschäftigen wir uns erst mit der Rechtslage. Grundsätzlich gibt es keine Pflicht zur Dämmung von einem Dachstuhl. Anders sieht es aus mit der Pflicht, wenn es um den Dachboden geht. Unter Dachboden meint der Gesetzgeber hierbei die oberste Geschossdecke vor dem Dachstuhl. Diese oberste Geschossdecke muss mit einer Dämmung versehen sein. Diese Pflicht hat seit 2016 ihre Gültigkeit. Eine Ausnahme von dieser Pflicht der Dachbodendämmung gibt es nur dann, wenn das Haus nicht mehr als zwei Wohnungen hat und dieses Haus schon vor dem Februar 2002 bewohnt waren. In einem solchen Fall ist eine Dämmung keine Pflicht mehr.
Diese Arten der Dachdämmung gibt es
Wenn es jetzt um die Dachdämmung geht, so gibt es hier verschiedene Möglichkeiten. Zu diesen Möglichkeiten bei der Dachdämmung zählt die:
– Zwischensparrendämmung
– Aufsparrendämmung
– Untersparrendämmung
Was für eine Art der Dämmung sich anbietet, hängt vom Einzelfall ab. Die wohl am weitesten verbreitete Dachdämmung ist die Zwischesparrendämmung. Bei der Zwischensparrendämmung wird ein Dämmfilz, eine Dämmwolle zwischen die Sparren eingebracht. Damit die Dämmung keinen Schaden nimmt, erfolgt im Anschluss nach der Dämmung noch das Anbringen einer Dampfbremse. Die Dampfbremse muss hierbei besonders dicht angelegt werden, damit hier keine Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen kann. Das würde nämlich auf Dauer zu Schimmel in der Dämmung führen. Zudem kann sich Feuchtigkeit in der Dämmung ansammeln, was letztlich die Dämmwirkung der Dachdämmung herabsetzt. Möchte man einen sichtbaren Dachstuhl haben, wo man die Dachsparren sieht, so gibt es hier die Aufsparrendämmung. Um eine Aufsparrendämmung anbringen zu können, muss eine Holzschalung auf dem Dachstuhl angebracht werden. Auf dieser Holschalung erfolgt dann das Aufbringen der Dämmplatten. Es handelt sich hierbei um einen festen Dämmstoff. Und letztlich gibt es noch die Untersparrendämmung. Auch bei der Untersparrendämmung handelt es sich um einen festen Dämmstoff, dieser wird mittels speziellen Krallen an der Unterseite der Sparren befestigt. Diese Art der Dämmung bietet sich gerade dann sehr gut an, wenn das Dachgeschoss zum Beispiel nicht zu Wohnraum ausgebaut werden soll.
Die Stärke der Dachdämmung
Wenn es um die Frage geht: Wann ist eine Dachdämmung nötig Dämmarten an Dach, so stellt sich hier nicht nur die Art der Dämmung. Vielmehr kommt es bei einer Dämmung immer auch auf die Stärke, auf die Dicke vom Dämmstoff an. Je höher hier die Stärke ist, umso besser sind auch die Dämmeigenschaften wie die Wirkung. Was hier aber konkret an Stärke eingesetzt werden kann, hängt immer vom Einzelfall ab. Geht es beispielsweise um eine Zwischensparrendämmung, so kann ich hier nur die Stärke an Dämmung einbringen, die sich aus der Stärke der Dachsparren ergibt. Bei der Aufsparrendämmung hat man das Problem mit der Stärke der Dachdämmung aus anderer Sicht. Hier nämmlich aufgrund vom Gewicht, was natürlich ein Dachstuhl auch aufnehmen kann. Je nach Einzelfall muss hier auf eine leichte Aufsparrnendämmung gesetzt oder der Dachstuhl muss verstärkt werden.
Wie man letztlich sehen kann, gibt es bei der Frage: Wann ist eine Dachdämmung nötig Dämmarten an Dach eine Vielzahl an Möglichkeiten. Das gilt sowohl bei den Arten der Dämmung, als bei der Stärke. Hier muss man je nach Dach und Nutzung vom Dachraum genau hinsehen, was für eine Art der Dachdämmung sich anbietet.